
Ich habe irgendwann festgestellt, dass manche Menschen Briefmarken sammeln und andere anfangen, sich stundenlang mit Garnelen, Ahnenforschung, Wachtelgenetik oder Wasserwerten zu beschäftigen. Ich gehöre leider zur zweiten Gruppe.
Viele Themen lassen mich nicht mehr los, sobald sie mich einmal gepackt haben. Dann wird gelesen, ausprobiert, gezüchtet, recherchiert, dokumentiert und irgendwann darüber geschrieben. Vermutlich entstehen genau deshalb aus vielen meiner Interessen früher oder später Bücher.
Ich schreibe nicht, um besonders literarisch zu wirken. Mich interessiert, wie Dinge wirklich funktionieren – im Alltag, in der Praxis und manchmal auch mitten im Chaos. Genau dort beginnen für mich die spannendsten Geschichten. Und ich verrate sie auch gerne- ein Buch lässt sich daher gut weitergeben.
Viele meiner Texte entstehen unterwegs. Im Gespräch. Im Wald. Beim Beobachten. Oder mitten in irgendeinem anderen Projekt. Mich interessiert selten nur das Offensichtliche. Ich möchte wissen, warum Dinge funktionieren, wie sie zusammenhängen und was passiert, wenn man genauer hinsieht. Genau daraus entstehen später Geschichten, Sachtexte oder Bücher.
Ich beobachte alles
Tiere, Menschen, Gespräche, Eigenarten. Vieles landet zuerst im Kopf. Und später irgendwo in einem Buch.
Manche Ideen beginnen mit einem Spaziergang
Oder mit einem Satz, der nicht mehr verschwindet. Die besten Gedanken kommen selten am Schreibtisch
Recherche endet bei mir selten bei Google
Ich probiere Dinge lieber selbst aus. Wahrscheinlich werden deshalb so viele Interessen irgendwann zu Projekten.
Ich habe mich schon immer für Dinge interessiert, die andere entweder für zu speziell oder komplett unnötig hielten. Zum Beispiel, ob Pinguine eigentlich Knie haben. Oder wie man Bäume im Wald nur an ihrer Rinde unterscheiden kann. Aus vielen dieser Fragen wurden irgendwann nächtliche Recherchen, übersetzte Studien aus anderen Sprachen oder halb versehentlich zusammengekaufte Spezialbibliotheken zu Themen, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass sie mich interessieren. Rückblickend überrascht es mich wahrscheinlich weniger als andere, dass daraus irgendwann Bücher geworden sind und ich mir meine eigene Bibliothek zusammen geschrieben habe.

Bücher statt Fernsehen
Aufgewachsen bin ich in einem 500-Seelen-Dorf in Hessen – Hühner und Kühe mitgezählt. Fernsehen gab es praktisch nicht. Dafür Bücher. Sehr viele Bücher.

Tiere statt Langeweile
Hasen, Katzen, Wellensittiche, später Hunde, Wachteln, Garnelen, Kampffische und Geflügel. Viele meiner Interessen begannen harmlos und eskalierten irgendwann zu Fachwissen.

Erstmal etwas „Ordentliches“
Erst Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, dann Restaurantfach. Beides ehrlich gelernt – aber ziemlich schnell gemerkt, dass mein Kopf lieber beobachtet, schreibt und sich in Spezialthemen festbeißt.

Aquaristik als Türöffner
Nach einer Aquaristikmesse in Karlsruhe landete ich plötzlich mitten im Fachbereich – erst im Handel, später bei Zoo Zajac, Fressnapf und schließlich im Schreiben für Magazine, Fachportale und Hersteller.

Texte, Magazine und sehr viele Notizzettel
Aus Magazinartikeln wurden Webtexte. Aus Webtexten Bücher. Dazwischen lagen Fachartikel, Zuchtberichte, Reisen, Messen und ein chronisch überfüllter Kopf voller Ideen.

Heute schreibe ich das, was ich früher gesucht hätte
Ob Kinderbuch, Sachbuch oder Hörbuch: Ich schreibe über Themen, die mich wirklich interessieren. Und meistens entstehen schon die nächsten Projekte, bevor das aktuelle fertig ist.
Rückblickend war mein Weg nie besonders logisch – zumindest nicht auf dem Papier. Während andere sich auf ein Fachgebiet konzentriert haben, saß ich gleichzeitig zwischen Aquaristikmessen, Fachartikeln, Wachtelzucht, Webtexten, Notizzetteln, Verlagen und der nächsten völlig unnötigen Spezialrecherche. Vieles davon begann mit einem einfachen „Ich schau da nur kurz rein“ und endete irgendwo zwischen Fachmagazin, Buchidee und halber Spezialbibliothek.
2012
Die ersten Veröffentlichungen erschienen im Online Aquarium Magazin (OAM), parallel entstanden Texte für Crustahunter.de.
Damals ging es vor allem um Aquaristik, Wirbellose und Garnelenhaltung – und darum, jede freie Minute mit Fachliteratur, Zucht und Beobachtung zu verbringen.
2016/ 2017
Während der Arbeit bei Zoo Zajac in Duisburg (Meerwasserabteilung) entstanden parallel Artikel für die Magazine Caridina und Aquaristik im Dähne Verlag sowie später für Amazonas und DATZ im Natur und Tier Verlag, aquaMAG im DPS Verlag und weitere Fachmedien.
Dazu kamen Reisen, Messeberichte, Zuchtberichte und die Mitorganisation der Interkoi-Messe in Kalkar.
2019
Nach der Zeit bei Fressnapf Essen folgte der Schritt in die Selbstständigkeit als freiberufliche Autorin für Fach-, Sach- und Wissenschaftstexte. Den Kescher habe ich dabei größtenteils gegen die Tastatur getauscht – zumindest theoretisch.
In dieser Zeit entstanden Texte für Garnelenhaus.de, Ollibetta.de, Zoo Zajac, den Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA), außerdem für Garnelio.de, Aquascaping.de, Teichzeit.de, Zierfische.de sowie den Zentralzoologischen Anzeiger (ZZA).
2022
2022 war geprägt von Fachveranstaltungen, Symposien und journalistischer Arbeit rund um die Interzoo in Nürnberg sowie Veranstaltungen des ZZF. Gleichzeitig erweiterten sich die Themenfelder zunehmend um Geflügel, Home Farming und Hund – unter anderem durch die Zusammenarbeit mit cdVet.
Parallel dazu erschien mit epubli das erste eigene Buch im Selfpublishing.
2023
Weitere Bücher erschienen über Amazon.
Währenddessen liefen parallel Fachtexte, Zuchtprojekte, Reisen, Messebesuche und ständig neue Notizbücher mit Ideen, die meistens größer wurden als ursprünglich geplant.
2024
Mit „Betty Betta“ erschien das erste klassische Verlagsbuch im Dähne Verlag – gemeinsam mit Cartoonist Thoddy Hardel.
Spätestens da wurde klar, dass aus den vielen Spezialinteressen inzwischen tatsächlich Bücher geworden waren.
2025
Erste Titel wurden teilweise ins Englische übersetzt.
Außerdem fand die erste Lesung an einer Grundschule statt – was ungefähr genauso surreal war, wie es klingt, wenn man ursprünglich nur Garnelen züchten wollte.
2026
2026 erschien mit „Der pünktliche Paul“ das erste Hörbuch – gesprochen von Markus Kästle.
Parallel entstehen neue Projekte zur Ahnenforschung mit Sascha Ziegler, zur Geschichte des Halfmoon-Betta mit Rajiv Masillamoni sowie erste Ansätze KI-gestützter App-Entwicklungen im Bereich Brutmanagement.
Viele dieser Fragen bekomme ich tatsächlich regelmäßig gestellt. Manche davon vermutlich auch völlig zu Recht.
Zum Beispiel, warum jemand gleichzeitig über Wachteln, Aquaristik, Kinderbücher und Ahnenforschung schreibt oder weshalb über meinem Küchentisch tatsächlich ein Pinguinbild hängt. Die kurze Antwort: Weil mich Dinge selten nur oberflächlich interessieren – und aus harmlosen Fragen bei mir irgendwann meistens sehr lange Recherchen, Notizzettel oder komplette Buchprojekte werden.
Hauptsächlich Kinderbücher, Belletristik sowie Fach-, Sach- und Wissenschaftsthemen. Rückblickend vermutlich alles, woran ich mich irgendwann zu lange festgebissen habe.
Beides.
Mein Kopf unterscheidet da ehrlich gesagt nicht besonders sauber. Manche Recherchen werden Artikel. Andere enden irgendwann als Buch.
Selten ordentlich.
Meistens mit Notizzetteln, offenen Tabs, Fachliteratur, Spaziergängen und irgendeiner Frage, die mich nicht mehr in Ruhe lässt.
m Wald. Im Garten. In Gesprächen.
Oder genau dann, wenn ich gerade keine Möglichkeit habe, etwas aufzuschreiben.
Ja – wobei ich inzwischen hybrid arbeite.
Wenn KI bei einem Projekt eingesetzt wird, kennzeichne ich das auch entsprechend. Mich interessiert eher, wie man Werkzeuge sinnvoll nutzt, als künstlich so zu tun, als gäbe es sie nicht.
Viele 😄
Ich sammle sie inzwischen in Listen, Notizbüchern und Sprachmemos, weil mein Gehirn offenbar beschlossen hat, dauerhaft gleichzeitig an mehreren Projekten zu arbeiten.
Bestimmt.
Mit klassischen Liebesromanen tue ich mich zum Beispiel erstaunlich schwer.
Weil ich es kann 😄
Und weil mein Kopf selten akzeptiert, dass etwas „nicht mein Fachgebiet“ sein soll, sobald ich mich einmal dafür interessiere.
Erstaunlicherweise ziemlich strukturiert.
Zumindest äußerlich. Der Kopf dahinter ist eine andere Geschichte.
Gründlich. Teilweise wahrscheinlich zu gründlich.
Ich übersetze Studien, vergleiche Quellen und habe schon halbe Spezialbibliotheken gekauft, weil mich ein Detail nicht mehr losgelassen hat.
Ein paar 😄
Und hin und wieder gebe ich Nachzuchten ab, bevor das Ganze komplett aus dem Ruder läuft.
Nicht die Quantenmechanik von Goldfischen – obwohl das vermutlich nur eine Frage der Zeit ist. Für viele Menschen dürfte aber „Faszination Weinbergschnecken“ ziemlich weit oben liegen.
Ja. Leider ja.
Weil aus einer Gutenachtgeschichte für meine Nichten irgendwann plötzlich Elyndoria wurde.
So fing das Ganze an.
Weil ich alle Seiten des Buchmarkts kennenlernen wollte.
Und weil manche Projekte Freiheit brauchen, während andere von Zusammenarbeit profitieren.
Weil ich weder Lagerhaltung noch Paketberge in meinem Wohnzimmer haben möchte 😄
Die Zeit nutze ich lieber zum Schreiben, Recherchieren oder für neue Projekte. Den Versand übernimmt deshalb Amazon.
Weil angeblich niemand mehr Zeit zum Lesen hat 😄
Außerdem eignen sich Hörbücher hervorragend zum Einschlafen, Fensterputzen oder für lange Autofahrten.
„Der pünktliche Paul“.
Wahrscheinlich, weil in diesem Buch mehr von mir steckt, als ursprünglich geplant war.
Bergwandern. Geige spielen.
Oder nachts noch „nur kurz“ irgendetwas recherchieren.
Dann vergesse ich meistens zu essen und zu schlafen.
Das ist praktisch für Recherchephasen, aber weniger praktisch für den Rest des Alltags.
auf Basis von Amazon Bewertungen
Manche Leser:innen bleiben an Figuren hängen. Andere an Fachthemen, Nebensätzen oder völlig unerwarteten Details. Genau das mag ich an Büchern: Jeder liest ein bisschen etwas anderes daraus.
Krischie über „Faszination Weinbergschnecken“
ein gut informierendes Buch, kaufte es, weil ich in diesem Jahr suf meiner Dachterrasse plötzlich Weinbergschnecken hatte. Nachtschnecken wurden weniger. Offenbar, wie ich las im Buch, fressen Weinbergschnecken die Gelege der Nacktschnecken. „Meine“ neuen Haustiere, die Weinbergschnecken, fühlen sich bei mir wohl, eines Tages jede Menge Babys. Ich verwöhne sie mit Futterstellen und Wassernapf. Ja, Schnecken trinken. Nur in einem Troparium wollen sie nicht leben, wer mag schon eingesperr sein….Wollte einige davon vor den niedrigen Temperaturen schützen, aber wollten sie nicht. Wieder frei gelassen. Natur nimmt ihren Lauf.
Ein tolles Buch!
mone über „Balto rettet Weihnachten“
Da kommt sogar im Hochsommer Weihnachtsfeeling auf, kann es kaum erwarten, meinen Enkeln daraus vorzulesen. ♥️ Miu war bereits entzückend, aber Balto kann man gar nicht mehr aus der Hand legen, Klasse! Der darf in keinem Kinderzimmer fehlen! 👌
andrea h. über „Alles gut.“
Was für eine schöne Sprache! Das Buch ist nicht alltäglich sondern endlich mal was ganz anderes im Bücherdschungel. Macht Spaß zu lesen! Wer Selbstgespräche mit sich führt, fühlt sich sofort angesprochen und lernt eine Alternative in Form eines Goldfisches kennen, der doch mehr kompetente Meinungen hat, als du selbst. Zack, bist du mittendrin und fühlst dich mit dir selbst interessant auseinandergesetzt und gibt dir eine Möglichkeit, denn Sinn des Lebens neu zu gestalten. Wird noch eine Weile positiv nachschwingen.
Joe über „Flügel der Freundschaft“
Vorerst:
Ich kenne auch ihre anderen Bücher (Wilma Wachtel, etc).
(…)
Die Autorin beweist erneut ihre Fähigkeit, das Herz der Leser zu berühren, und schafft es, positive Botschaften geschickt in ihre Erzählung zu integrieren. „Flügel der Freundschaft“ ist nicht nur ein Buch, sondern ein inspirierendes Kunstwerk, das dazu ermutigt, die Kraft der Freundschaft zu schätzen und die Flügel der eigenen Träume auszubreiten. Lou Herfurth hat mit diesem Werk erneut bewiesen, warum ihr Schreibstil einzigartig und ihre Bücher eine Bereicherung für jeden Leser sind.
Alle veröffentlichten Bücher findest du gesammelt auf Amazon – vom Kinderbuch über Fachthemen bis hin zu Belletristik und Hörbuch.
Für alles andere gilt: einfach schreiben.
Für Fragen, Lesungen, Projekte oder völlig unnötige Spezialthemen bin ich meistens erreichbar