Zwei Weinbergschnecken richten sich voreinander auf, berühren sich mit den Fühlern und drücken ihre Fußsohlen gegeneinander. Dieses Verhalten kann sich über Stunden hinziehen. Wer es zum ersten Mal beobachtet, hält die Tiere manchmal für kämpfend, verletzt oder ineinander verhakt.
Tatsächlich beginnt die Paarung der Weinbergschnecken lange vor dem eigentlichen Austausch der Spermien. Die Tiere umkreisen und betasten sich, folgen einander und nehmen immer wieder dieselbe aufgerichtete Haltung ein. Bei Helix pomatia gehört der kalkhaltige Liebespfeil zu diesem Ablauf.
Die Tiere sollten währenddessen nicht getrennt, angehoben oder umgesetzt werden. Auch die sichtbaren hellen Geschlechtsorgane sind zunächst kein Grund einzugreifen.
Woran erkennt man die Paarung?
| Beobachtung | Mögliche Einordnung |
|---|---|
| Zwei Schnecken folgen einander über längere Zeit | Beginnende Annäherung |
| Die Tiere berühren Kopf und Fühler | Balzverhalten |
| Beide richten den Vorderkörper auf | Typische Paarungshaltung von Helix pomatia |
| Die Fußsohlen liegen aneinander | Fortgeschrittenes Vorspiel |
| Rechts hinter dem Kopf erscheint helles Gewebe | Ausgestülpte Geschlechtsorgane |
| Die Schnecken bleiben längere Zeit verbunden | Begattung und Spermienübertragung |
| Ein kalkiger Pfeil ist zu sehen | Liebespfeil |
| Die Tiere lösen sich anschließend langsam | Paarung beendet |
| Eine Schnecke beginnt Tage oder Wochen später zu graben | Vorbereitung auf eine mögliche Eiablage |
Das Verhalten ist nicht bei jeder Art genau gleich. Helix pomatia richtet sich während der Balz besonders auffällig auf. Cornu aspersum bleibt häufiger flacher und bewegt sich stärker um den Partner herum.
Weinbergschnecken sind Zwitter
Weinbergschnecken besitzen männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Der passende Fachbegriff lautet simultaner Hermaphroditismus. Eine einzelne Schnecke kann damit grundsätzlich Spermien produzieren und Eier bilden.
Daraus folgt jedoch nicht, dass sich jede Weinbergschnecke regelmäßig selbst befruchtet. Bei Helix pomatia und Cornu aspersum gehört die Paarung mit einem anderen Tier zum normalen Fortpflanzungsverhalten.
| Häufige Annahme | Tatsächliche Einordnung |
|---|---|
| Jede Schnecke ist entweder männlich oder weiblich | Weinbergschnecken besitzen beide Geschlechtsfunktionen |
| Zwei Schnecken wechseln bei jeder Paarung einfach die Rollen | Die Abläufe sind komplexer und können gleichzeitig oder zeitlich versetzt stattfinden |
| Eine einzeln gehaltene Schnecke kann niemals Eier legen | Gespeicherte Spermien aus einer früheren Paarung können eine Rolle spielen |
| Nach jeder Paarung legen beide Tiere sofort Eier | Eine Eiablage kann ausbleiben oder erst Wochen später erfolgen |
| Zwitter brauchen keinen Partner | Eine Paarung mit einem anderen Tier ist der normale Weg |
| Jedes Ei ist befruchtet | In einem Gelege können sich auch nicht entwickelte Eier befinden |
Eine Schnecke kann Spermien nach einer Paarung längere Zeit speichern. Deshalb sind Eier auch dann möglich, wenn das Tier inzwischen allein gehalten wird.
Wie läuft die Paarung ab?
Der gesamte Vorgang besteht aus mehreren Abschnitten. Die Übergänge sind nicht immer klar voneinander zu trennen.
| Phase | Typisches Verhalten |
|---|---|
| Partnersuche | Schnecken folgen Schleimspuren und begegnen sich an geeigneten Orten |
| Annäherung | Berührung mit Fühlern, Lippen und Kopfbereich |
| Balz | Umkreisen, wiederholtes Aufrichten und enger Körperkontakt |
| Einsatz des Liebespfeils | Ein kalkiger Pfeil wird in den Körper des Partners gedrückt |
| Begattung | Geschlechtsorgane werden ausgestülpt und miteinander verbunden |
| Spermienübertragung | Spermienpakete werden übertragen |
| Trennung | Tiere lösen sich langsam voneinander |
| Ruhephase | Häufig folgt eine längere Phase mit wenig Bewegung |
| Eiablage | Später wird ein Loch in geeigneten Boden gegraben |
Das Vorspiel kann deutlich länger dauern als die eigentliche Begattung. Unterbrechungen gehören dazu. Die Tiere lösen sich zwischendurch, beginnen erneut mit Berührungen oder verändern ihre Position.
Was ist der Liebespfeil?
Der Liebespfeil ist eine kalkhaltige Struktur, die in einem besonderen Pfeilsack im Körper der geschlechtsreifen Schnecke gebildet wird. Er überträgt keine Spermien. Diese werden erst später während der eigentlichen Begattung ausgetauscht.
Der Pfeil wird bei engem Körperkontakt in die Haut des Partners gedrückt. Mit ihm gelangt ein Sekret in das Gewebe. Untersuchungen an Cornu aspersum zeigen, dass dieses Sekret die Vorgänge im Fortpflanzungstrakt des getroffenen Tieres verändert. Dadurch steigen die Chancen, dass mehr Spermien des Pfeilträgers gespeichert werden.
Der romantische Name führt daher etwas in die Irre. Der Liebespfeil ist kein Schmuckstück und keine zärtliche Geste. Er ist Teil der sexuellen Konkurrenz zwischen Tieren, die gleichzeitig männliche und weibliche Geschlechtsfunktionen besitzen.
| Liebespfeil | Einordnung |
|---|---|
| Material | Bei vielen Weinbergschneckenarten kalkhaltig |
| Bildungsort | Pfeilsack im Fortpflanzungssystem |
| Einsatz | Während der Balz vor der Spermienübertragung |
| Funktion | Übertragung eines wirksamen Sekrets |
| Spermientransport | Nein |
| Verwendung bei jeder Paarung | Nicht zwingend |
| Gefahr für Menschen | Bei normaler Beobachtung keine |
| Grund zum Eingreifen | Nein |
Die Wirkung des Liebespfeils ist besonders gründlich an Cornu aspersum untersucht worden. Die Ergebnisse dürfen nicht in jedem Detail auf alle Landschnecken übertragen werden. Dass Helix pomatia einen Liebespfeil verwendet, ist dagegen gut dokumentiert.
Verletzt der Liebespfeil die andere Schnecke?
Der Pfeil durchdringt die Körperwand. Aus menschlicher Sicht sieht das grob aus, gehört bei diesen Arten jedoch zum normalen Fortpflanzungsverhalten.
Die Schnecken dürfen deswegen nicht auseinandergezogen werden. Ein Eingriff birgt ein deutlich größeres Verletzungsrisiko als der natürliche Ablauf.
| Beobachtung nach dem Pfeileinsatz | Reaktion |
|---|---|
| Schnecke zieht die Fühler kurz ein | Normal mögliche Reaktion |
| Tiere setzen die Balz fort | Nicht eingreifen |
| Liebespfeil bleibt vorübergehend sichtbar | Nicht herausziehen |
| Schnecken ruhen nach der Paarung | In Ruhe lassen |
| Kleine Menge klarer Schleim | Zunächst beobachten |
| Starke Blutung oder austretende Flüssigkeit | Ungewöhnlich und genauer zu prüfen |
| Tier hängt später schlaff aus dem Haus | Kein normales Paarungsverhalten |
| Gehäuse wurde während der Paarung beschädigt | Als Gehäuseschaden behandeln |
Ein sichtbarer Pfeil wird nicht mit einer Pinzette entfernt. Meist löst er sich selbst oder wird im Gewebe abgebaut.
Was ist das weiße Gebilde am Kopf?
Die Geschlechtsöffnung einer Weinbergschnecke befindet sich auf der rechten Körperseite hinter dem Kopf. Während der Paarung werden Teile des Fortpflanzungssystems nach außen gestülpt. Dadurch können größere weiße oder cremefarbene Gewebestrukturen sichtbar werden.
Das wird gelegentlich mit einem Parasiten, Pilz oder Organvorfall verwechselt.
| Sichtbares Merkmal | Mögliche Erklärung |
|---|---|
| Helles Gewebe erscheint bei beiden Tieren gleichzeitig | Ausgestülpte Geschlechtsorgane |
| Gewebe liegt zwischen zwei balzenden Schnecken | Wahrscheinlich Teil der Paarung |
| Struktur verschwindet nach der Trennung | Normaler Ablauf |
| Helles Gewebe bleibt lange nach der Paarung außen | Weiter beobachten |
| Gewebe schwillt stark an oder trocknet aus | Problem möglich |
| Eine einzelne Schnecke zeigt ohne Paarung dauerhaft Gewebe | Nicht als normales Balzverhalten einordnen |
Bleibt Gewebe nach der Paarung über längere Zeit außen, wird die Schnecke ruhig und geschützt beobachtet. Sie sollte nicht gedrückt oder mit einem Wattestäbchen behandelt werden, solange nicht klar ist, um welche Struktur es sich handelt.
Eine LED-Handlupe bei Amazon hilft bei der Betrachtung aus kurzer Entfernung. Das Tier muss dafür nicht angehoben werden.
Wie lange dauert die Paarung?
Eine genaue Dauer lässt sich nicht vorhersagen. Schon das Vorspiel kann mehrere Stunden beanspruchen. Bei Helix pomatia sind sehr lange Balzphasen beschrieben worden. Die eigentliche Verbindung der Geschlechtsorgane ist meist kürzer als die gesamte Annäherung.
| Dauer | Mögliche Phase |
|---|---|
| Einige Minuten | Erste Berührungen oder kurze Begegnung |
| Eine Stunde oder länger | Balz und wiederholtes Aufrichten |
| Mehrere Stunden | Vollständiger Paarungsablauf möglich |
| Längere Unterbrechungen | Müssen kein Abbruch sein |
| Ruhe nach der Trennung | Normal |
Die Schnecken werden nicht getrennt, weil der Vorgang vermeintlich zu lange dauert. Auch Futterwechsel und Reinigung können warten.
Darf man die Schnecken während der Paarung anfassen?
Nein. Verbundene Tiere dürfen nicht auseinandergezogen oder vom Untergrund gelöst werden. Die ausgestülpten Organe sind empfindlich. Zug und Druck können Verletzungen verursachen.
| Handlung | Bewertung |
|---|---|
| Aus der Entfernung beobachten | Unproblematisch |
| Ohne Blitz fotografieren | Möglich |
| Box vorsichtig schließen | Möglich, wenn kein Tier am Rand sitzt |
| Tiere anheben | Vermeiden |
| Schnecken auseinanderziehen | Keinesfalls |
| Paarung für die Reinigung unterbrechen | Nicht nötig |
| Tiere mit Wasser besprühen | Nicht direkt |
| Liebespfeil herausziehen | Keinesfalls |
| Schnecken in eine andere Box setzen | Erst nach vollständiger Trennung |
Sitzen die Tiere an einer Stelle, an der ein Deckel geschlossen werden muss, bleibt die Box vorübergehend gesichert stehen. Dabei muss verhindert werden, dass andere Haustiere Zugang erhalten.
Paarung fotografieren
Die Paarung von Helix pomatia bietet ungewöhnlich gute Möglichkeiten für eigene Makroaufnahmen. Da die Tiere langsam sind und über längere Zeit in derselben Position bleiben, lassen sich Körperhaltung, Fühlerkontakt und ausgestülpte Organe dokumentieren.
Direktes Blitzlicht aus kurzer Entfernung ist unnötig. Eine gleichmäßige seitliche Beleuchtung zeigt mehr Details und erzeugt weniger harte Reflexe auf Schleim und Gehäuse.
| Zubehör | Verwendung |
|---|---|
| Smartphone-Makrolinse | Nahaufnahmen von Kopf und Fühlern |
| Kleines Stativ | Verwacklungsfreie Bilder |
| LED-Leuchte mit weichem Licht | Gleichmäßige Ausleuchtung |
| Fernauslöser | Aufnahme ohne Berührung des Geräts |
| Schwarzer oder neutraler Hintergrund | Ruhigeres Bild |
| Maßstab oder Lineal | Dokumentation eines Liebespfeils nach der Paarung |
Eine Smartphone-Makrolinse bei Amazon reicht für viele Nahaufnahmen bereits aus. Mit einem kleinen Smartphone-Stativ bei Amazon können längere Sequenzen aufgenommen werden.
Für Kameras gibt es Makro-Zwischenringe bei Amazon und LED-Makroleuchten bei Amazon. Die Leuchte darf das Terrarium nicht aufheizen.
Wann paaren sich Weinbergschnecken?
Bei Helix pomatia liegt die Fortpflanzungszeit in Mitteleuropa überwiegend nach der Winterruhe und während der warmen Monate. Feuchte Witterung begünstigt die Aktivität. Paarungen sind deshalb besonders nach Regen oder in den Abendstunden zu beobachten.
| Bedingung | Einfluss |
|---|---|
| Ende der Winterruhe | Aktivität und Fortpflanzungsverhalten nehmen zu |
| Milde Temperaturen | Begünstigen längere Aktivitätsphasen |
| Feuchtes Wetter | Tiere bewegen sich häufiger offen |
| Abend und Nacht | Typische Aktivitätszeit |
| Starke Hitze | Kann Trockenruhe auslösen |
| Sehr trockener Boden | Paarung und spätere Eiablage werden erschwert |
| Lockerer Bodengrund | Bietet später einen geeigneten Legeplatz |
Ein digitales Thermometer und Hygrometer bei Amazon hilft dabei, starke Abweichungen im Gehege zu erkennen. Eine hohe Zahl auf dem Hygrometer ersetzt jedoch keinen guten Luftaustausch. Dauerhaft beschlagene Scheiben und nasser Boden sind kein geeignetes Paarungsklima.
Führt jede Paarung zu Eiern?
Nein. Selbst nach einer vollständigen Paarung kann die Eiablage ausbleiben. Alter, Reife, Jahreszeit, Ernährung, Kalkversorgung und geeigneter Boden spielen eine Rolle.
| Einfluss | Mögliche Wirkung |
|---|---|
| Sexuelle Reife | Unreife Tiere bilden noch keine Gelege |
| Erfolgreiche Spermienübertragung | Voraussetzung für befruchtete Eier |
| Spermienlagerung | Spätere Eiablage möglich |
| Kalkversorgung | Wichtig für Eier und Gehäuse |
| Bodengrund | Muss das Graben einer Legehöhle ermöglichen |
| Temperatur | Beeinflusst Aktivität und Fortpflanzung |
| Jahreszeit | Helix pomatia folgt einem ausgeprägten Rhythmus |
| Stress | Kann Grabverhalten und Eiablage stören |
| Krankheit oder Verletzung | Kann die Fortpflanzung beeinträchtigen |
Eine Schnecke kann sich mehrfach paaren. Die Nachkommen eines Geleges müssen daher nicht zwingend von nur einem Partner stammen.
Wie lange nach der Paarung werden Eier gelegt?
Zwischen Paarung und Eiablage können mehrere Wochen liegen. Ein unmittelbar nach der Paarung umgegrabenes Terrarium enthält daher noch nicht zwangsläufig Eier.
Kurz vor der Eiablage wird häufig ein auffälliges Grabverhalten beobachtet. Die Schnecke prüft verschiedene Stellen, steckt den Vorderkörper tief in den Boden und arbeitet über längere Zeit an einer Höhle.
| Verhalten | Mögliche Bedeutung |
|---|---|
| Schnecke gräbt kurz und verlässt die Stelle | Erkundung oder Ruheplatz |
| Mehrere Stellen werden geprüft | Suche nach geeignetem Boden |
| Tier steckt tief und senkrecht im Boden | Legehöhle möglich |
| Schnecke bleibt viele Stunden an derselben Grabstelle | Eiablage kann bevorstehen |
| Loch wird nachher verschlossen | Gelege möglich |
| Tier ruht nach dem Graben | Nach Eiablage normal möglich |
Währenddessen wird die Schnecke nicht herausgezogen. Auch wenn nur das Haus aus dem Boden ragt, kann sie gerade Eier legen.
Der richtige Boden für die Eiablage
Eine dünne Erdschicht reicht nicht. Die Schnecke muss eine stabile Höhle graben können, ohne sofort auf Glas oder Kunststoff zu stoßen.
| Bodeneigenschaft | Eignung |
|---|---|
| Locker und grabfähig | Gut |
| Leicht feucht | Gut |
| Sehr trocken und hart | Ungeeignet |
| Vollständig durchnässt | Ungeeignet |
| Stark verdichtet | Erschwert die Eiablage |
| Mit scharfen Steinen durchsetzt | Verletzungsgefahr |
| Gedüngte Blumenerde | Ungeeignet |
| Reiner Sand | Hält die Legehöhle schlecht |
Eine Mischung aus ungedüngter Erde, Laub und etwas Kokoshumus bei Amazon bleibt meist gut grabfähig. Der Humus wird nicht tropfnass verwendet.
Mehr dazu steht in Bodengrund für Weinbergschnecken.
Kalkversorgung vor der Eiablage
Eier enthalten kalkhaltige Bestandteile. Die Schnecke braucht zugleich Calcium für ihr eigenes Gehäuse und weitere Körperfunktionen. Eine Kalkquelle sollte deshalb jederzeit erreichbar sein.
| Kalkquelle | Angebot |
|---|---|
| Natur-Sepiaschale | Dauerhaft im Gehege |
| Eierschale | Sauber und ungewürzt |
| Reiner Futterkalk | In einer flachen eigenen Schale |
| Mehrere Kalkstellen | Bei mehreren Tieren sinnvoll |
Natur-Sepiaschalen bei Amazon können in mehreren Bereichen des Geheges verteilt werden. Für größere Gruppen eignet sich ein Sepiaschalen-Mehrfachpack bei Amazon.
Reiner Futterkalk bei Amazon gehört in eine flache Kunststoffschale. Kalk wird nicht über das Futter gestreut.
Die verschiedenen Quellen werden unter Kalk für Landschnecken richtig anbieten genauer erklärt.
Fütterung rund um Paarung und Eiablage
Während langer Balzphasen wird häufig wenig gefressen. Nach der Paarung kehren die Tiere gewöhnlich zu ihrem normalen Rhythmus zurück.
Geeignet sind Wildkräuter, Blätter, Gemüse, Pilze, Flechten und welkes Pflanzenmaterial. Eine abwechslungsreiche Auswahl steht in Was fressen Weinbergschnecken?.
| Futter | Eignung |
|---|---|
| Brennnessel | Sehr geeignete natürliche Futterpflanze |
| Löwenzahn | Gut verfügbar und häufig angenommen |
| Kohlrabiblätter | Geeignet |
| Spitz- und Breitwegerich | Geeignet |
| Klee und Rotklee | Besonders für Helix pomatia interessant |
| Süßkartoffel | Gut als ergänzendes Gemüse |
| Karotte | Geeignet |
| Pilze | In kleinen Mengen |
| Gurke | Als Abwechslung, nicht als Alleinfutter |
| Obst | Sparsam wegen schneller Gärung |
Muss man die Paarung verhindern?
Die Paarung selbst lässt sich in einer Gruppenhaltung kaum verhindern. Selbst eine bereits einzeln gesetzte Schnecke kann nach einer früheren Paarung noch Eier legen.
Entscheidend ist daher die regelmäßige Kontrolle des Bodens und eine klare Planung für mögliche Gelege.
| Haltungsform | Nachwuchs möglich? |
|---|---|
| Mehrere geschlechtsreife Schnecken | Ja |
| Zwei Weinbergschnecken | Ja |
| Einzelne Schnecke nach früherer Gruppenhaltung | Möglich |
| Jungschnecke | Erst nach Erreichen der Geschlechtsreife |
| Schnecke ohne beobachtete Paarung | Trotzdem möglich |
| Gemischte Arten | Paarung meist nur innerhalb derselben oder eng verwandter Arten |
Ein einziges Gelege kann mehrere Dutzend Jungtiere hervorbringen. Wer keinen Platz für sie hat, sollte die Erde regelmäßig kontrollieren und nicht sämtliche Eier weiterentwickeln lassen.
In Gefangenschaft entstandener Nachwuchs darf nicht einfach in Wald, Park oder Garten ausgesetzt werden. Das Ausbringen von Tieren in der freien Natur steht nach § 40 Bundesnaturschutzgesetz grundsätzlich unter Genehmigungsvorbehalt. Bei Helix pomatia ist zusätzlich ihr besonderer Schutzstatus zu beachten.
Wenn nach der Paarung Eier gefunden werden
Ein Gelege kann im Elternterrarium bleiben oder vorsichtig in eine vorbereitete Box umgesetzt werden. Es wird nicht gewaschen und nicht täglich ausgegraben.
Die vollständige Versorgung steht unter Weinbergschneckeneier erkennen und richtig versorgen. Nach dem Schlupf geht es mit Baby-Weinbergschnecken halten und richtig aufziehen weiter.
Zubehör für Beobachtung und Dokumentation
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In meinem Buch Faszination Weinbergschnecken beschreibe ich Paarung, Liebespfeil, Eiablage und die Entwicklung der Jungtiere ausführlicher.
Wenn du eine Paarung beobachtet oder ein ungewöhnliches Gebilde an einer Schnecke entdeckt hast, kannst du Bilder in meiner Facebookgruppe „Weinbergschneckenfreunde“ zeigen. Hilfreich sind Aufnahmen aus mehreren Winkeln und die Angabe, wie lange das Verhalten bereits dauert. Verbundene Tiere sollten für das Foto nicht getrennt oder umgesetzt werden.
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